Auszug aus der "Himmelsthürer Chronik von 1999"

-Verlag Lax Hildesheim-

  

    "August Armbrecht, der Silberfinder"

 

Wohl der bekannteste ehemalige Himmelsthürer Einwohner ist August Armbrecht, dem zu Ehren die Silberfinderstraße benannt wurde. Er, 1848 geboren, stammte aus Esbeck, seine spätere Frau aus Himmelsthür. 1866 trat August seinen Militärdienst an und musste im Oktober 1868 als Musketier Schanzarbeiten am südwestlichen Fuße des Hildesheimer Galgenberges durchführen. Zufällig stieß er am 17. Oktober 1868 in 2,35 m Tiefe auf Metall.

Die Untersuchung der Fundstücke führte dazu, dass ein Zentner schwerer Schatz

des römischenTafelsilbers von sehr hohem Kunstwert geborgen wurde.

( Die Originale des angeblichen "Varus-Schatzes" sind heute in Berlin zu bewundern )

August Armbrecht erhielt ein Anerkennungsschreiben von Kaiser Wilhelm 1. und 10.000 Taler Finderlohn. In Himmelsthür, dem Heimatdorf seiner Frau Therese, kaufte er einen Hof und betrieb dort die Gaststätte "Zum Silberfund" mit Stellmacherei. Stolz nannte er 10 Kinder sein Eigen, von denen der Älteste, Georg, die Nachfolge als Gastwirt antrat. Enkel Fritz (1910-1985) führte die Gaststätte weiter, bis 1996 der Neffe der letzten Gastwirtin Anna, Karl Heinz Hollemann, das Eigentum übernahm. Seit mehr als 100 Jahren gehört der Gasthof, der durch Armbrechts glücklichen Zufall eingerichtet werden konnte,

als wichtiger Bestandteil zum Ort Himmelsthür.

 

P.S.  Wenn Sie zu später Stunde etwas Weißes durch die Gasträume huschen sehen, ist es nicht Fritzes resolute Mutter Anna ("Fritz"! Es ist Sperrstunde, also ab ins Bett!) sondern nur der "Küchengeist"! Aber wer weiß, ...

Wenn diese alten Balken erzählen könnten ...

Also genießen Sie die Atmosphäre und lauschen Sie...